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Lehrerarbeitszeitkonto
22.
April 2008 Die Landesregierung hat den Lehrerinnen und Lehrern verbindlich zugesagt, dass die unfreiwillig zu erteilenden Mehrarbeitsstunden spätestens nach zehn Jahren zurückgezahlt werden. Die Lehrerinnen und Lehrer sind empört darüber, dass die angesammelten Mehrarbeitsstunden gemäß vorliegender Verordnung erst kurz vor der Pensionierung zurückerstattet werden sollen. Eine 44-jährige Hauptschullehrerin müsste auf die Rückzahlung der Stunden beispielsweise über zwanzig Jahre warten. Die Lehrerinnen und Lehrer haben dem Land Niedersachsen in einer schwierigen Personalsituation „über den Berg“ geholfen. Sie haben dem Land einen unverzinsten Kredit in Höhe von ca. 830 Millionen gegeben. Die Lehrerinnen und Lehrer haben den Teil ihrer Abmachung eingehalten. Die Landesregierung muss ihre Zusagen desgleichen einhalten. Ein Wortbruch der Landesregierung wird das Vertrauen der Lehrkräfte in ihre Politik nachhaltig beschädigen. Die Behauptung, Landesregierung und Kultusminister hätten die Entwicklung der Personalsituation nicht absehen können, ist eine Bankrotterklärung der politisch Verantwortlichen. Seit zehn Jahren ist bekannt, dass in diesem Jahr die generelle Rückzahlungsphase beginnt. Der Schulhauptpersonalrat, die Gewerkschaften und die Verbände haben den bisherigen Kultusminister und seinen Staatssekretär mehrfach auf das Problem deutlich angesprochen. Die exakten Zahlen liegen dem Ministerium vor. Die politische Spitze des MK hat das Problem aus Unfähigkeit oder bewusst verschleppt. So oder so, die Lehrerinnen und Lehrer sind nicht bereit, für Versäumnisse, die sie nicht zu Der Schulhauptpersonalrat fordert:
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