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Archiv
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft trauert um ihr langjähriges Vorstandsmitglied Heinz Putzhammer. Putzhammer verstarb gestern im Alter von 65 Jahren, nach langer schwerer Krankheit in Berlin. Heinz Putzhammer hinterlässt eine Frau und vier Kinder. Der Experte für Beamten- und Tarifpolitik gehörte seit 1969 der GEW an. Zunächst engagierte sich der Volksschullehrer ehrenamtlich in der bayerischen GEW. Dort wurde er 1977 zum Vorsitzenden des Landesverbands gewählt. Ab 1980 war Putzhammer Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand der GEW, ab 1997 war er stellvertretender GEW-Vorsitzender. Heinz Putzhammer zeichnete vor allem seine überragende Intellektualität,
sein präzises Denken und sein Feingefühl aus. Sein Engagement
galt nicht nur den im Bildungswesen Beschäftigten sondern vor
allem immer auch den Kindern und Jugendlichen. So formulierte er
schon vor mehr als zehn Jahren Leitsätze für die Bildungsdiskussion,
die davon ausgehen müsse, das die Interessen der Kinder im Mittelpunkt
der Bildungsreform stehen. Als Gewerkschafter hat Heinz Putzhammer
immer einen Weg gefunden zwischen Durchsetzung von Forderungen und
Kompromissfindung. Er konnte leidenschaftlich und hart für die
Interessen der Lehrer und Erzieher kämpfen, am Ende ging es
immer um den fairen Ausgleich. 1998 wechselte Putzhammer zum Geschäftsführenden Bundesvorstand
des Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), diesem gehörte er bis
zum Mai 2006 an. Er war Mitglied im Wirtschafts- und Sozialausschuss
der EU sowie in vielen hochrangigen Kommissionen der Bundesregierung
wie zum Beispiel dem Rat für nachhaltige Entwicklung.
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