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27. Februar 2007
GEW informiert 1200 Kolleginnen und Kollegen


Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bereitet Pädagoginnen und Pädagogen auf die Eigenverantwortliche Schule vor.


Wie der Vorsitzende Dieter Knutz am 22. Februar auf einer Vorstandssitzung der GEW in Kirchhatten bei Oldenburg berichtete, führt seine Organisation 24 Tagungen zum Thema „Eigenverantwortliche Schule“ durch. Insgesamt rechnet die Gewerkschaft mit ca. 1200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Die Gewerkschaft kritisiert, dass der Erfolg der schulischen Arbeit vornehmlich an Abschlussquoten, Wiederholerzahlen, Ergebnissen von Vergleichsarbeiten gemessen werden soll. „Wer nur an derartigen formalen Kriterien, dem so genannten „Output“ den Erfolg misst“, sagte Knutz, „erfasst nicht die wesentliche Arbeit der Pädagoginnen und Pädagogen.“

Die Förderung des Einzelnen und dessen persönliche Entwicklung stehe im Zentrum der pädagogischen Arbeit. Das müsse der Maßstab für Erfolg oder Nichterfolg sein. „Die Eigenverantwortliche Schule schafft keine wesentlichen Spielräume, sondern setzt der pädagogischen Arbeit durch das ständige Messen und Bewerten enge Grenzen“, so die GEW.

Der seit dem 01. Januar bei der GEW tätige Landesgeschäftsführer Andreas Klepp aus Braunschweig kritisierte die jüngsten Äußerungen des Kultusministers. Busemann hatte eine schärfere Gangart der Schulinspektion angekündigt und sich „harte und transparente Urteile“ gewünscht. Es mache keinen Sinn den Schulen zu drohen und Druck zu erzeugen ohne den Schulen die notwendige Beratung und Unterstützung zu geben, stellte er unter dem Beifall der Anwesenden fest.

Auf ihren Tagungen zeigt die GEW den Pädagogen Möglichkeiten auf, über Gesamtkonferenz und Schulvorstand Entscheidungen im Sinne ihres pädagogischen Anliegens vorzubereiten und zu beeinflussen.

„Wer die pädagogische Verantwortung trägt, muss über alle grundlegenden Fragen der Schule mit entscheiden können“, ist die Forderung der GEW.



   
   
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