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12. Juli 2006
Pressemitteilung der CDU: Niedersächsischer Landtag beschließt Eigenverantwortliche Schule

Karl-Heinz Klare (CDU): „Eigenverantwortliche Schule steht für schlanke und effiziente Entscheidungsstrukturen“


Zum Schuljahr 2007/08 führt Niedersachsen an seinen 3.600 Schulen das Konzept der Eigenverantwortlichen Schule ein. Das entsprechende Gesetz hat der Niedersächsische Landtag heute mit den Stimmen von CDU, FDP und Grünen beschlossen. Damit erhalten die Schulen mehr Freiraum für die eigene Gestaltung der schulischen Arbeit. Das Land bietet gleichzeitig Beratung und Unterstützung von außen an. „Niedersachsen ist jetzt auf dem Weg von einer „überregulierten“ hin zur Eigenverantwortlichen Schule. Die bestehende Organisationsstruktur mit 3.600 unselbständigen und weisungsgebundenen Schulen ist überholt und entspricht nicht unserem Verständnis vom Recht auf individuelle Bildung“, sagte der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Klare.

Bildung im modernen Sinne könne nicht mehr per Anordnung erreicht werden. Bildung sei etwas Persönliches, was jeder Mensch nur für sich selbst erwerben könne. Die Lehrer müssten jeden Schüler individuell bei der Vermittlung von Bildung unterstützen. Dabei sei es entscheidend, dass die Beteiligten selber erkennen und festlegen können, was für diese Zwecke erforderlich ist. „Wir geben die Verantwortung dahin, wo die Lernprozesse stattfinden und wo auch mögliche Probleme auflaufen und behoben werden müssen“, erklärte der CDU-Bildungsexperte.

Die Eigenverantwortliche Schule in Niedersachsen bleibe weiterhin staatlich verantwortet. Im Rahmen der Vorgaben von Schulgesetz, Grundsatzerlassen, Bildungsstandards und ihr übertragenen Befugnissen entwickeln die Schulen ihre eigenen schulischen und unterrichtlichen Profile. Die Schulen wählen ihr Personal aus und führen es. Sie können ihre eigenen Wege zur Erreichung der Unterrichtsziele und Abschlüsse gehen. Mit Hilfe regelmäßiger Qualitätskontrollen verbessern sie auf eigene Weise ihre Arbeit.

„Die Eigenverantwortliche Schule zeichnet sich durch schlanke und effiziente Entscheidungsstrukturen, stärkere Mitbestimmung von Eltern und Schülern, die neue Führungsposition des Schulleiters, die ausdrücklich gesetzlich festgelegte Mitwirkung des Schulträgers sowie die bessere Einbindung des gesellschaftlichen Umfeldes aus. Damit haben wir den Grundstein für ein modernes und zukunftsorientiertes Schulsystem in Niedersachsen gelegt“, so Karl-Heinz Klare abschließend.



   
   
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