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19. Juni 2009
Pressemitteilung

Bezirksdelegiertenkonferenz kritisiert niedersächsische Bildungspolitik

GEW fordert Abkehr von der Testschule

Auf der Bezirksdelegiertenkonferenz der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ( GEW) am 16.06. in Bersenbrück forderten die Teilnehmer einstimmig die Abkehr von der Testschule. Sie kritisierten die mit Vergleichtests verbundenen Belastungen der Schüler und Lehrer an niedersächsischen Schulen. Es bleibe immer weniger Zeit für die pädagogische Arbeit, so der Bezirksvorsitzende Dieter Knutz.

Der Landesvorsitzende der GEW, Eberhard Brandt, kritisierte das neue niedersächsische Schulgesetz. Dies sei der Versuch der Landesregierung, über das Turbo-Abitur an Gesamtschulen deren pädagogisches Konzept auszuhebeln. Damit solle die Attraktivität der Gesamtschulen mit dem wachsenden Zulauf geschwächt werden. Außerdem kritisierte Brandt das verengte Bildungsziel des Schulgesetzes. Berufliche Bildung schon in den allgemein bildenden Schulen lehnt die Gewerkschaft ab. Es gehe nicht nur um die Qualifikation für den Arbeitsmarkt.

Der auf der Konferenz einstimmig wiedergewählte Bezirksvorsitzende Dieter Knutz aus Elsfleth begrüßte den Vorsitzenden des Gesamtpersonalrates bei der Landesschulbehörde,
Hubert Flaßpöhler von der Schwestergewerkschaft ver.di. Flaßpöhler und Knutz forderten gemeinsam, den Personalabbau in der Schulverwaltung zu beenden. Um die Schulqualität zu sichern, benötigten die Schulen eine funktionsfähige Schulverwaltung. Schulen sollten pädagogisch arbeiten und müssten von Verwaltungsarbeit entlastet werden.

Die Konferenz forderte von der Landesregierung den Erhalt der 4 Standorte der Landesschulbehörde in Lüneburg, Braunschweig, Hannover und Osnabrück. Darüber hinaus sei zusätzliches Personal einzustellen. Dazu gehörten auch mehr als die 40 verbliebenen Schulpsychologen in Niedersachsen. Ein entsprechender Antrag wurde einstimmig beschlossen.

Die GEW weist in Niedersachsen und im Bezirk Weser-Ems wieder einen deutlichen Zuwachs von 300 Mitgliedern im vergangenen Jahr auf. Durch gezielte Werbung unter jungen Pädagogen will der Bezirksverband weiter wachsen.

In den Vorstand neu gewählt wurden mit eindeutigem Votum der Delegierten Stefan Störmer aus Leer, Astrid Müller aus Osnabrück, Doris Merg aus Lingen und Margret Kohake aus Bad Essen. Wiedergewählt wurden Grete Janssen aus Osnabrück, Tilmann Schieferdecker aus Menslage, Ubbo Voss aus Norden, Enno Emken aus Esens, Friedhelm Hollmann aus Osnabrück, Günter Beyer aus Norden, Elisabeth Schramm aus Scharrel und Sigrid Wübbena aus Emden.

In seinem Schlusswort rief der Bezirksvorsitzende Dieter Knutz gegen das neue Schulgesetz auf und forderte von der Landesregierung Sofortmaßnahmen zur Beseitigung des wachsenden Lehrermangels.





   
   
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