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01.06.2010
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01. November 2006
Busemann soll nicht länger Kopf in den Sand stecken

GEW: Konzept der begabungsgerechten Schule gescheitert

Mit deutlichen Worten erneuerte GEW-Landesvorsitzender Eberhard Brandt die Kritik seiner Organisation an der nach wie vor unzureichenden Unterrichtsversorgung der niedersächsischen Schulen.
„Durch noch soviel Rhetorik wird aus einer viel zu knappen Unterrichtsversorgung keine gute. Die jetzt im Landesdurchschnitt erreichten 100 Prozent sind nicht am pädagogisch dringend Erforderlichen orientiert. Die Klassengrößen an Gymnasien, Realschulen und Gesamtschulen sind unerträglich hoch. Allerorten fehlt es an Ressourcen, so z.B. für mehr individuelle Fördermaßnahmen, für Sprachförderung, Wahlpflichtbereich und Vertretungsunterricht.“

Anlässlich der Vorstellung der neuesten Schulstatistik durch Kultusminister Busemann am 1. November 2006 kritisierte Brandt auch die grotesken Versuche, den weiter sinkenden Zuspruch zur Hauptschule schönzureden. 14,6 Prozent Übergänge auf die Hauptschule statt 16,5 Prozent im Vorjahr seien ein deutliches Zeichen. 2001 zu Zeiten der Orientierungsstufe habe die Quote noch 26,6 Prozent betragen.

„In anderen Bundesländern haben CDU-Politiker angesichts solcher Daten und Entwicklungen längst begonnen über andere Schulstrukturen nachzudenken. In Niedersachsen wird hingegen der Kopf in den Sand gesteckt und das Ganze dann „pragmatisch“ genannt. Nur mit der schulischen Integration aller drei Bildungsgänge ist künftig sicherzustellen, dass alle Schülerinnen und Schüler wohnortnah ohne soziale Ausgrenzung besser gefördert werden können. In integrierten Schulen wird auch die von den Hauptschullehrkräften entwickelte Pädagogik besser zur Wirkung kommen.“
Jetzt und nicht erst nach der Landtagswahl 2008 müsste über eine zukunftsfähige Schullandschaft für Niedersachsen öffentlich beraten werden.



   
   
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