Presseerklärungen 2010

 

Presseerklärung vom 01.11.2010

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Kreisverband Delmenhorst
Der Vorstand
Ref. E: Information und Öffentlichkeitsarbeit
Günter Matthes, Grödeweg 3, 27755 Delmenhorst
Tel: 04221 – 23313
E-Mail: g-h-matthes@web.de

An die Delmenhorster Presse

Presserklärung

GEW-Kreisverband Delmenhorst zur neuen Schulstruktur

„Als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet!“ Mit diesem volkstümlichen Bild karikiert der Vorstand des Delmenhorster Kreisverbandes der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft den neuerlichen Versuch des Kultusministers Althusmann, das Schulsystem auf den demografischen Wandel einzustellen. Dabei wäre das die Gelegenheit gewesen, sich neuerliche pädagogische Erfahrungen zunutze zu machen und das überständige dreigliedrige Schulsystem einzustellen.

Tatsächlich zwingt ihn die Entwicklung der zukünftigen Schülerzahlen, die Hauptschule aufzugeben¨ Einmal wird sie kaum noch von den Eltern angewählt, zum anderen wird sie an vielen Standorten nicht mehr zweizügig bleiben können. Als Patentlösung will der Kultusminister sie an bestehende Realschulen „andocken“. Damit das Ganze sich in der Öffentlichkeit gut verkaufen lässt, gibt er diesem Konstrukt den wohlklingenden Namen „Oberschule“. Dabei bleibt ein Grundübel aus dem dreigliedrigen Schulsystem unverändert bestehen: Die zehnjährigen Kinder werden nach Klasse Vier sortiert: die Guten ins Gymnasium, die weniger Guten auf die Oberschule.

Es wäre dem Kultusminister ein Leichtes gewesen, der von ihm ungeliebten Integrierten Gesamtschule eine echte Chancengleichheit einzuräumen, indem er deren Gründung von den ungerechten Hemmnissen befreit. Wenn die Oberschulen auch nur zweizügig geführt werden dürfen, wäre es ein Schritt zu mehr Gerechtigkeit, die IGSen vom Zwang der Fünfzügigkeit zu befreien. Die Vierzügigkeit hat sich auch in Delmenhorst als zweckmäßig und pädagogisch sinnvoll bewährt.

Der Kreisvorstand hofft, dass da noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Delmenhorst braucht eine zweite IGS mit vier Zügen!

 

Presseerklärung vom 02.10.2010

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Kreisverband Delmenhorst
Der Vorstand
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Presserklärung

GEW Delmenhorst unterstützt weiterhin Bildungsprojekt in Nicaragua

Seit 1992 unterstützt der Kreisverband Delmenhorst der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in der nicaraguanischen Stadt Esteli ideell und materiell eine Schule, um benachteiligten Kindern eine gemeinsame Mahlzeit aus selbst angebautem Gemüse anbieten zu können.

Anschließend wurde das Projekt „Los Pipitos“ gefördert, in dem Kinder und Jugendliche mit Behinderungen eine Ausbildung erhalten. Aufgrund politischer Veränderungen im Land kann die Gruppe in Esteli nicht mehr eigenständig und unabhängig von der Dachorganisation in der Hauptstadt Managua arbeiten. Es ist daher fraglich, ob die Spendengelder der GEW weiterhin gezielt in Esteli ankommen und zweckentsprechend eingesetzt werden können. Seit etwa einem Jahr liegen diese Gelder auf dem Konto des Nicaraguavereins.

Die frühere Delmenhorster Lehrerin Kathrin Pförtner, die seit zwanzig Jahren in Nicaragua lebt und dort immer mit behinderten Kindern und Jugendlichen gearbeitet hat, wirkt jetzt seit einigen Jahren für die CBM International, eine Blindenmission. Sie hat ein neues Projekt „Taller de Arte Gisela-Linda“ initiiert und bittet die GEW um Unterstützung. In diesem Projekt werden derzeit schon 10 Jugendliche mit Behinderungen gefördert. Sie wird die zweckgebundene Ausgabe des Geldes überwachen und auch weiterhin darüber berichten.

Der Vorstand des Delmenhorster Kreisverbandes beschloss daraufhin, die Bildungsarbeit in Nicaragua weiterhin mit 500 € zu unterstützen.

 

Presseerklärung vom 28.08.2010

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Kreisverband Delmenhorst
Der Vorstand
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Presserklärung

GEW hofft auf baldige Umsetzung der IGS-Pläne

Die Chancen für eine zweite Integrierte Gesamtschule haben sich nach Auffassung des Vorstandes des Kreisverbandes Delmenhorst der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft verbessert. Der demografische Wandel macht eine neue Struktur des Delmenhorster Schulwesens unumgänglich. In diesem Zusammenhang müsste auch die zweite Integrierte Gesamtschule einzurichten sein. Die Anmeldezahlen sprechen für eine baldige Umsetzung, zumal auch geeignete Räumlichkeiten dafür zur Verfügung stehen. Die nach wie vor zahlreichen Anmeldewünsche lassen einen langfristigen Bestand erwarten, während Haupt- bzw. Realschulen so schrumpfen, dass eine Zweizügigkeit nicht mehr gewährleistet ist

Unterstützung haben die IGS-Befürworter auch von etlichen kommunalen Schulträgern bekommen: Sie sehen sich nicht mehr imstande, das volle dreigliedrige Schulsystem vorhalten zu können und wollen von dieser Bedingung für Gesamtschulgründungen befreit werden. Auch die Verpflichtung zur Fünfzügigkeit neuer IGSen wird als unsinniges Hemmnis angesehen, zumal davon bei IGSen in privater Trägerschaft abgesehen wird.

Die GEW hofft nun, dass den Ankündigungen des neuen Ministerpräsidenten David McAllister und des Kultusministers Bernd Althusmann entsprechende Taten folgen werden. Es wäre sehr zu wünschen, dass wieder Frieden im Schulwesen eintritt, Immerhin sind am 11. September nächsten Jahres Kommunalwahlen!

 

Presseerklärung vom 10.06.2010

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Kreisverband Delmenhorst
Der Vorstand
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Presserklärung

Zweite IGS in Delmenhorst –will Stadtrat die Gelegenheit verstreichen lassen?

Schon vor fast zwei Jahren votierte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Hannover auf einer landesweiten Demonstration für neue Integrierte Gesamtschulen.

In Delmenhorst bietet sich jetzt aktuell die Gelegenheit, eine weitere IGS einzurichten und damit der Nachfrage von Eltern und Schülern nachzukommen.

Die derzeitige Lage angesichts sinkender Schülerzahlen ist verworren und führt zu heftigen Protesten.

Der in die Diskussion geworfene Vorschlag, die vorhandene IGS von vier auf sechs Züge zu erweitern entspricht dem sprichwörtlichen Tropfen auf den heißen Stein. Tatsächlich wurden wieder über die Hälfte der bewerbenden Kinder von der IGS abgewiesen, auch die geplante Aufstockung kann die Zahl der Ablehnungen allenfalls halbieren.

Schon jetzt hat der Vorschlag und die Frage der Räumlichkeiten zu teilweise heftigen Protesten bei den direkt oder indirekt betroffenen Realschulen Lilienstraße und Königsberger Straße sowie dem Gymnasium an der Willmsstraße geführt. Inzwischen wurde ein konstruktiver Vorschlag in die Debatte geworfen und zwar vom Wilhelm-von-der-Heyde-Schulzentrum – Realschule -: Dort will man sich nicht gegen Kooperation mit der Hauptschule sperren, sondern einen Schritt weiter gehen und sich als Integrierte Gesamtschule etablieren.

Der Vorstand der GEW fragt sich nun, warum im Stadtrat nicht Nägel mit Köpfen gemacht werden, sondern mit z. T. hanebüchenen Beiträgen um dieses Thema „herumgeeieret“ wird, sehr zum Verdruss der o. g. Schulen. Sollten schon die nächsten Kommunalwahlen ihren Schatten vorauswerfen, fragen sich die Gewerkschafter.

Der Stadtrat sollte endlich Mut beweisen und die Gelegenheit beim Schopfe packen. Diese IGS dürfte auch in Zukunft fünf Züge behalten können. Also mutig ans Werk- zum Wohle unserer Kinder!

 

Presseerklärung vom 10.04.2010

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Kreisverband Delmenhorst
Der Vorstand
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Presserklärung

GEW unterstützt Fußballturnier am letzten Schultag

Eine echte Alternative zur alkoholgeschwängerten sogenannten School-out-Fete auf der Burginsel am letzten Schultag vor den Sommerferien stellt das von Delmenhorster Jugendstiftung, Kriminalpräventivem Rat, Polizei und Fachdienst Gesetzlicher Jugendschutz der Stadt Delmenhorst geplante Fußballturnier für die Klassen 5 bis 10 der Delmenhorster Schulen dar. Es findet am 23. Juni im Stadion Delmenhorst statt.

Der Kreisverband Delmenhorst der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft möchte das Vorhaben nicht nur ideell, sondern auch materiell unterstützen und stellt den Veranstaltern einen Betrag von 500 € zur Verfügung. Nicht nur bei den Lehrkräften, sondern auch vielen Eltern st0ßen solche Gelage mit dem unmäßigen Alkoholkonsum auf erhebliche Kritik. Als wirksames Gegenangebot wurde schon im vergangenen Jahr erfolgreich ein Fußballturnier ausgerichtet. Und das soll auch in diesem Jahr stattfinden. Die GEW hofft auf rege Beteiligung!

 

Presseerklärung vom 12.02.2010

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Kreisverband Delmenhorst
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GEW Delmenhorst spendet an Schwestergewerkschaft in Haiti

Angesichts der grauenhaften Folgen des Erdbebens auf Haiti hat sich eine Welle der Hilfsbereitschaft erhoben und schon haben viele Hilfsorganisationen mit tätiger Hilfe versucht, dem Elend der Bevölkerung zu begegnen. Auch das Schulwesen ist arg in Mitleidenschaft gezogen worden und bedarf dringend der Hilfe. Deswegen hat die GEW in einem Spendenaufruf in ihrer Mitgliederzeitschrift auf die Möglichkeit hingewiesen, über den Heinrich-Rodenstock Fond zu helfen. Die Spenden kommen der haitianischen Lehrergewerkschaft Confederation National des Enseignant d´Haiti (CNEH) zugute und sollen dem Wiederaufbau des haitianischen Bildungswesen dienen.

Der Delmenhorster Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat sich deswegen im Sinne des Aufrufs entschlossen, 500 € auf das Spendenkonto zu überweisen.

 

Presseerklärung vom 07.01.2010

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Kreisverband Delmenhorst
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Presserklärung

GEW: Einsatz von Honorarkräften in Schulen zur Abdeckung von Unterrichtsausfällen auf brüchigem Eis

Auf eine nicht unbedenkliche Praxis an Schulen, die absehbare Unterrichtsausfälle wie z: B. durch Mutterschutz hervorgerufen weist die Delmenhorster GEW hin. Ihr örtlicher Referatsleiter für Angestellten- und Beamtenrecht, Peter Pielok berichtete aus dem Bezirksvorstand, dass immer öfter Schulleiter, in deren Kollegien absehbar Unterrichtsausfälle anstehen, diese durch den Einsatz von Honorarkräften auszugleichen suchten.

Damit begeben sie sich rechtlich auf brüchiges Eis: So sind die Schulleiter gegenüber den Honorarkräften nicht einmal weisungsberechtigt. Die Honorarkräfte haben keine Befugnis bei Leistungsbeurteilungen, Prüfungen und Zeugniserteilungen. Zeugnisse, die mit deren Mithilfe erteilt worden sind, können von Eltern und Schülern angefochten werden.

Darüber hinaus sehen es die Gewerkschafter als sozialen Rückschritt an, dass für die Honorarkräfte keine Sozialbeiträge abgeführt werden. Dass ihnen bei ihrer schon geringen Entlohnung das volle Risiko überlassen wird, ist inakzeptabel. Solche Verträge sollten nicht abgeschlossen werden. Besser wäre die Bereitstellung von Vertretungsreserven in den Kollegien der Schulen.

 

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